Das amerikanische Unternehmen Ampere Computing, Hersteller der Altra-Prozessoren, beweist, dass seine Altra-Prozessoren im Vergleich zu den Konkurrenten AMD und Intel eine höhere Leistung bieten. Diese Effizienz zeigt sich insbesondere bei einem Mehrkernserver unter Volllast.
Die ARM-Architektur, die den Unterschied ausmacht
Altra-Prozessoren nutzen die ARM-Architektur , um sich von AMD- und Intel-x86-Prozessoren abzugrenzen. Dies ist ein echter Vorteil, da dadurch jeder Kern des Altra-Prozessors unabhängig von der Serverlast konstant mit seiner maximalen Frequenz arbeitet.
Ampere Computing bietet Altra-Prozessoren mit bis zu 80 Kernen und Altra Max-Prozessoren mit bis zu 128 Kernen . Laut Hersteller kann jeder Kern einem bestimmten Benutzer oder Programm zugewiesen werden, im Gegensatz zu x86-Prozessoren, bei denen die Lastverteilung zwischen den Kernen nicht transparent ist. Dies bietet Servern mit Altra-Prozessoren einen erheblichen Vorteil, insbesondere für Shared Hosting, Cloud Computing oder die Ausführung mehrerer Programme und Batch-Jobs unter Volllast. Die Leistung jedes Kerns eines AMD- oder Intel-x86-Prozessors variiert nämlich je nach den auf dem Server verarbeiteten Workloads. Die Turbo-Frequenz von x86-CPUs kann hoch sein, wenn nur wenige Kerne aktiv sind, und sinkt umgekehrt proportional zur Last, wenn mehr Kerne aktiv sind.
Ein echter Vergleich
Der Xeon Platinum, ein x86-Prozessor mit 56 Kernen, taktet beispielsweise mit 4 GHz, wenn ein oder zwei Kerne aktiv sind. Im Turbo-Boost-Modus, bei dem alle 56 Kerne ausgelastet sind, erreicht er jedoch nur 3,3 GHz. Dadurch wird ein gemeinsam genutzter Server zunehmend ineffizienter, sobald neue Benutzer hinzugefügt werden oder neue Programme gestartet werden. Die maximale Taktfrequenz kann dann nämlich nicht mehr erreicht werden.

Amar Dhamdhere, Director of Product Management bei Ampere Computing, bestätigt, dass Altra-Prozessoren für Cloud-Umgebungen konzipiert sind und unter verschiedenen und optimalen Arbeitslasten eine konstant hohe Leistung erbringen. Der Q80-30 arbeitet mit einer konstanten Basisfrequenz von 2,8 GHz und erreicht eine maximale Frequenz von 3 GHz . Dies gilt unabhängig davon, ob nur ein Kern aktiv ist oder alle 80 Kerne voll ausgelastet sind. Darüber hinaus ermöglichen Altra-Prozessoren es Nutzern, die Kernfrequenz unabhängig von der Serverlast festzulegen.
Der Prozessorsektor boomt
Ampere bringt mit Altra-Prozessoren native Cloud-Computing-Prozessoren auf den Markt. Diverse Projekte anderer großer Hersteller wie AMD und Intel, basierend auf der ARM-Architektur, sind derzeit in Arbeit. Startups wie NUVIA, MARVELL und Ampere Computing drängen ebenfalls auf den Markt. Apple wiederum bringt seine eigenen Apple Silicon-Prozessoren auf den Markt und beendet damit die bisherige Zusammenarbeit mit Intel. Der Prozessormarkt boomt, und zahlreiche Projekte befinden sich in der Entwicklung. Wir sind gespannt, wie sich die Dinge in den kommenden Monaten entwickeln werden.



