Noch vor nicht allzu langer Zeit bedeutete Information, eine Zeitung aufzuschlagen oder einfach bei Google nach „Nachrichten“ zu suchen. Heute erreichen uns die Nachrichten, sie werden uns unauffällig in unseren Newsfeed eingeschleust und von Algorithmen, die intelligenter sind, als es den Anschein hat, sorgfältig orchestriert.
Ob App, Nachrichtenseite oder sogar LinkedIn – nichts wird dem Zufall überlassen. Inhalte werden sortiert, priorisiert und von künstlicher Intelligenz gezielt platziert, um Ihre Aufmerksamkeit zu fesseln. Artikel, Videos, Benachrichtigungen – alles ist darauf ausgelegt, Sie zum Verweilen, Klicken und Scrollen zu animieren.
Wenn generative KI Einzug in die Redaktionen hält
Sie kennen wahrscheinlich ChatGPT, Gemini oder deren weniger bekannte Pendants. Diese künstlichen Intelligenzen sind mittlerweile fester Bestandteil unseres Büroalltags, und das gilt auch für Journalisten.

Es überrascht daher nicht, dass Medien wie Reuters und die New York Times es für Wirtschaftsnachrichten, Spielzusammenfassungen und Wetterberichte nutzen. Bei sachlichen und klar definierten Themen spart KI wertvolle Zeit. Sie schreibt schnell und präzise, ohne dass Kaffeepausen oder lange Besprechungen nötig sind.
Währenddessen können sich menschliche Journalisten auf Aufgaben konzentrieren, die mehr Feingefühl erfordern: Recherche, Profilerstellung, Entschlüsselung komplexer Sachverhalte… all das erfordert Weitblick, Intuition und manchmal einen guten alten Anruf, um Quellen zu überprüfen.
Wenn Ihr Newsfeed Sie dank maschinellem Lernen auswendig kennt

Heute ist Ihr Newsfeed nicht mehr derselbe wie der Ihres Nachbarn. Und das ist kein Zufall. Dank maschinellem Lernen analysieren Plattformen Ihre Lesegewohnheiten, Ihre Scrollzeit und Ihre Klicks mit einem Ziel: Ihnen maßgeschneiderte Inhalte anzubieten.
Während sich manche von hochgradig personalisierten Nachrichten angezogen fühlen, bevorzugen andere Nischenplattformen, die auf ihre Interessen zugeschnitten sind.
Dies trifft beispielsweise auf diese Poker- zu, die Poker-News und verwandte Innovationen aufmerksam verfolgt. Sie kombiniert innovative Funktionen wie Live-Berichterstattung und Kurzzusammenfassungen, um den Erwartungen ihrer Besucher gerecht zu werden. Filmbegeisterte nutzen Seiten wie SensCritique, deren Empfehlungen auf Expertenmeinungen basieren.
Schließlich locken Plattformen wie Goodreads Leser mit Vorschlägen an, die auf deren literarischen Vorlieben basieren.
Wenn Informationen ebenso sehr erlebt wie gelesen werden: Video, Podcast, Augmented Reality…

Die andere große Revolution betrifft die Formate. Lange Zeit dominierte der geschriebene Artikel die Medienlandschaft. Doch heute sind es die Medien, die florieren, die neue Nutzungsmöglichkeiten erschließen: vertikale Videos, die man im Bus ansehen kann, Podcasts, die man beim Kochen hören kann, oder sogar Augmented Reality , die die Nachrichten in unsere Wohnzimmer bringt.
Die New York Times hat erneut eine Reihe von Augmented-Reality-Inhalten veröffentlicht, mit denen Nutzer die Leistungen von Olympiaathleten direkt von zu Hause aus visualisieren können. Beeindruckend, fast spielerisch, aber inhaltlich stets fundiert. Journalismus mit einem Hauch von Magie.
Nachrichten erreichen uns heute nicht mehr einfach so. Sie dringen unangekündigt ein, nisten sich unbemerkt in unserem Alltag ein und scheinen uns manchmal besser zu kennen als wir uns selbst. Die Technologie hat nicht nur die Art und Weise verändert, wie wir Nachrichten beziehen, sondern die gesamte Kette – von der Erstellung bis zum Konsum – grundlegend transformiert.



