Chromecast erfreut sich seit seiner Markteinführung im Jahr 2013 großer Beliebtheit. Nutzer können damit ihre Lieblingsmedien direkt von kompatiblen Browsern und angeschlossenen Geräten auf ihren Fernseher streamen. Das Gerät ermöglicht es auch herkömmlichen Fernsehern, Videos aus dem Internet wiederzugeben.
Was genau ist also dieses fehlende Feature?
Der Hersteller hat die Profilauswahlfunktion vergessen, die eigentlich in die Google Chromecast- . Brauchen wir diese Funktion? Die Antwort lautet: Ja. Sie ist unerlässlich, damit jedes Familienmitglied, das Chromecast TV nutzt, auf seine bevorzugten Einstellungen, Medienfavoriten usw. zugreifen kann.
Tatsächlich wird nicht von jedem Familienmitglied ein eigener Google Chromecast erwartet. Eine Profilauswahl wäre daher sehr praktisch gewesen, um dasselbe Gerät für die ganze Familie nutzen zu können. Moderne Geräte wie PCs oder PS4-Konsolen bieten diese Funktion selbstverständlich bereits. Auch Multimedia-Anwendungen wie Amazon Prime Video und Netflix ermöglichen personalisierte Favoriten und Inhaltsvorschläge für jedes Familienmitglied. Schließlich hat jeder seinen eigenen Geschmack und seine eigenen Vorlieben. Aus Marketingsicht ist diese Funktion von großer Bedeutung. Insbesondere, da sie zu zielgerichteten Marketingangeboten führt, die äußerst effektiv sind, wenn sie die richtige Person erreichen und deren tatsächlichen Bedürfnissen entsprechen.

Warum diese Profilwahl?
Jeder Nutzer möchte beispielsweise seine Lieblingsfilme oder kürzlich angesehene Inhalte schnell wiederfinden. Mit dem aktuellen Chromecast ist das nicht einfach, da die Favoriten eine Kombination der Favoriten der gesamten Familie darstellen. Sie sind somit eine unübersichtliche Sammlung der Favoriten aller Familienmitglieder, die das Gerät nutzen.
Es ist überraschend, dass Google die Option „Für dich“ ganz oben in der Benutzeroberfläche platziert hat. Dieser Tab soll eine Liste empfohlener Filme oder Serien basierend auf den bereits angesehenen Medien anzeigen. Diese Funktion ist jedoch sinnlos, wenn jedes Familienmitglied unterschiedliche Vorlieben hat und Inhalte aus völlig verschiedenen Genres bevorzugt.
Google hat nichts aus den Fehlern anderer gelernt
Dieser Funktionsmangel zeigte sich auch bei Googles Konkurrenten wie Amazon. So ist der Fire TV an ein einziges Amazon-Konto gebunden. Apple hingegen ermöglicht es mit seinen neueren tvOS- jedem Nutzer, ein eigenes Profil anzulegen.
Google hat dieses Problem zur Kenntnis genommen und wird die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um es zu beheben. Allerdings hat Google noch keinen konkreten Zieltermin für die Verfügbarkeit dieser Funktion genannt, die wir für unerlässlich halten.



