AMD erlebt derzeit seine erfolgreichste Phase seit über einem Jahrzehnt. Neben der 35 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Xilinx erzielte AMD im dritten Quartal 2020 einen Rekordumsatz.
Analyse dieses Umsatzanstiegs
Dieser Umsatzanstieg ist auf den Verkauf von Ryzen-Prozessoren und -Chips für die Next-Gen-Konsolen zurückzuführen. AMD erzielte einen Rekordumsatz von 2,8 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahresquartal lag der Umsatz bei rund 1,79 Milliarden US-Dollar, was einem Nettoanstieg von 56 % entspricht. Im zweiten Quartal dieses Jahres verzeichnete AMD einen Umsatz von 1,93 Milliarden US-Dollar, ein Wachstum von 45 %. Dies ist ein Rekord für AMD und der höchste Umsatz des Unternehmens seit zehn Jahren. Dieses Ergebnis ist vor allem auf die starke Nachfrage von Sony und Microsoft nach CPUs, GPUs und Semi-Custom-Chips für die Next-Gen-Konsolen zurückzuführen .
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte im dritten Quartal 1,23 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 58 % gegenüber dem Vorjahr. Der operative Gewinn betrug rund 450 Millionen US-Dollar.
Welche Sektoren schneiden am besten ab?

Der Geschäftsbereich Computer und Grafik verzeichnete ein Wachstum von 31 % im Vergleich zum Vorjahr. Haupttreiber dieses Erfolgs waren die Ryzen-Prozessoren Radeon- hat seinen Höhepunkt noch nicht erreicht. Kunden warten vermutlich auf die neuen Grafikkartengenerationen, deren Veröffentlichung in den kommenden Tagen erwartet wird. Dieser Geschäftsbereich verzeichnete im Vergleich zum zweiten Quartal dieses Jahres ein Umsatzplus von 22 %.
Der Geschäftsbereich Enterprise Embedded and Semi-Custom konnte seinen Umsatz im Vergleich zu 2019 verdoppeln. Dieser Erfolg von AMD ist auf den Absatz von Semi-Custom-Chips für Spielekonsolen der nächsten Generation sowie von EPYC-Prozessoren für Rechenzentren zurückzuführen. AMD verzeichnet eine starke Nachfrage nach diesen Chips von Videospielherstellern wie Sony.
AMDs Prognosen für das vierte Quartal
AMD rechnet im letzten Quartal 2020 mit einem Umsatz von 3 Milliarden US-Dollar. Diese Prognose erscheint angesichts der neuen Produkte, die Lisa Sus Vertriebsteam noch vor Jahresende auf den Markt bringen wird, durchaus realistisch. Dazu gehören die Grafikkarten der Radeon-6000-Serie auf Basis der RDNA-2-Architektur und die Ryzen-Prozessoren auf Basis der Zen-3-Architektur. Die Übernahme von Xilinx stärkt zudem die Markenbekanntheit von AMD und trägt zu deren weiterem Erfolg bei.
Kurz gesagt, 2020 war ein sehr gutes Jahr für AMD. Die Gesundheitskrise scheint diesen Computer- und Elektronikriesen nicht beeinträchtigt zu haben.



